Die Vorfreude auf das neue Zuhause mag gross sein – doch es will verdient sein

Ein Umzug ist ein bisschen wie eine Wohnungsräumung

Ein Umzug ist die ideale Gelegenheit, den Sinn oder Unsinn seiner Besitztümer zu hinterfragen. Hat das alte Sofa wirklich einen Platz im neuen Wohnzimmer verdient, zusammen mit all den Erinnerungen, die daran kleben wie ein alter Kaugummi? Sollen diese mit ins neue Leben? Die Bücher, zerfleddert und zerlesen – nimmt man sie jemals wieder zur Hand? Wenn man genug kritisch ist, fällt so einiges an, das weg muss. Ein Fall für die Mulde!

Umzug Wohnungsräumung Regiomulde – regiomulde

Jonas Fritz und seine Lebenspartnerin teilten 17 Jahre lang Tisch, Bett und Katze. Vielleicht war es ja ein Omen, dass sich Kater Pontiac im letzten Winter entschied, die Reise in den Katzenhimmel anzutreten. Im Frühling eröffnete seine Partnerin Jonas, dass sie keine Zukunft in der Beziehung mehr sah und aus dem gemeinsam gemieteten Haus ausziehen werde. Jonas und Claudia versuchten mit verschiedenen Ansätzen, die Beziehung zu retten. Als noch nicht mal eine Paartherapie fruchtete, sah auch Jonas ein, dass das wohl das Ende war. Rasch war für ihn klar, dass damit auch seine Zeit im Haus zu Ende war. «Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, noch länger in diesen Räumen zu bleiben, in denen wir so viele glückliche Momente hatten. Ich wollte nur noch raus. Abgesehen davon hätte ich mir das Haus auch finanziell alleine nicht leisten können.» Claudia und er einigten sich darauf, das Haus auf den nächst möglichen Termin – in einem halben Jahr – zu kündigen, und bis dahin weiter gemeinsam die Miete zu bezahlen. Kurz darauf zog Claudia zu ihrer Mutter, die im alten Haus über genug Platz verfügte, um Claudia vorübergehend aufzunehmen.

Jonas war sich schon bewusst, dass er aus finanziellen Gründen solange im Haus bleiben musste, wie es irgendwie ging. Doppelt Miete zu bezahlen, das konnte er sich nicht über Monate hin leisten. Aber die Zeit allein im Zuhause der gemeinsamen Vergangenheit war eine Qual. Distanz gewinnen und nach vorne schauen? Unmöglich. «Bei fast jedem Gegenstand im Haus kam mir eine Geschichte in den Sinn, die mit unserer gemeinsamen Vergangenheit zu tun hatte, egal ob Bild oder Stuhl. Und je mehr ich das zu verdrängen versuchte, umso mehr kamen die Erinnerungen. Es wurde fast schon zur Obsession. Da wurde mir klar, dass ich all diese Gegenstände loswerden musste, um einen Neuanfang zu machen. Die Erinnerungen konnten immer noch zurückkommen, wenn ich über die Trennung hinweg war. Ich wollte – konnte – damit nicht warten, bis ich in eine neue Wohnung ziehen würde.» Wie um die Aussage zu bekräftigen, schüttelt Jonas den Kopf, während er das sagt. Man sieht ihm an, wie schwierig diese Zeit für ihn gewesen sein muss.

Eine Mulde für den Neuanfang

Jonas Fritz entschied sich, auf den nun unbenutzten zweiten Parkplatz vor dem Haus eine Mulde stellen zu lassen, um nach und nach sein Leben auszumisten. Im Internet stiess er auf die Website regiomulde.ch mit dem Muldenkonfigurator. Das kam ihm gerade recht, dass er nicht zuerst seine Geschichte erzählen musste, sondern seine Bedürfnisse online in einfachen drei Schritten umreissen konnte. Der Mitarbeiter der Transport AG Aarau, der sich im Anschluss an den Bestellvorgang meldete, um Details wie Lieferzeit zu klären, war äusserst freundlich. Keine Spur von Neugierde, sondern sachlich und diskret. Jonas Fritz war dafür dankbar. «Es wäre echt ein Horror gewesen, wenn ich dem noch meine Geschichte hätte auftischen müssen!» Wie vereinbart wurde die Mulde drei Tage später morgens um 10.00 Uhr geliefert. Jonas war dann nicht vor Ort, er musste arbeiten. «Der Mitarbeiter der Transport AG Aarau hat die Mulde einfach auf den beschriebenen Parkplatz gestellt, das war überhaupt kein Problem.»

Nach und nach konnte Jonas Fritz nun mit dem Ausmisten seines alten Lebens beginnen. Bis zum Umzug würde es noch rund sieben Wochen dauern. Bis dahin wollte er alles «in der Mulde haben», was er nicht mit ins neue Leben nehmen würde. «Das Entsorgen der alten Sachen war echt eine Therapie. Ich weiss nicht, was ich sonst angestellt hätte in dieser Zeit im Haus bis zum Umzug. Das war das Beste, das ich machen konnte! Manche Dinge habe ich mit richtiger Wut geradezu in die Mulde geschmettert! Das war eine Genugtuung!» erzählt er mit einem leicht entschuldigenden Lächeln.

Ein kleiner, aber angenehmer Nebeneffekt; dank der Mulde musste Jonas Fritz die einzelnen Gegenstände nicht umständlich sortieren, um sie korrekt zu entsorgen. Alles in die Mulde – den Rest übernahm die Transport AG Aarau.

Jonas Fritz kann heute gut über die Trennung reden. Mittlerweile ist genug Zeit verstrichen, dass die Erinnerungen zurückkommen dürfen, ohne zu schmerzen. Kürzlich hat er eine «ganz interessante Frau» kennengelernt. Aber das mit dem Zusammenziehen ist nicht grad ein Thema. «Obwohl – ich weiss ja jetzt, wo man eine Mulde herkriegt!» lacht er.